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Ich ernähre mich jetzt seit über 2 Jahren zuckerfrei, das heißt ich verzichte komplett auf weißen Haushaltszucker und konsumiere keine Produkte mit zugesetzten ungesunden Zuckerarten (z.B. Glukosesirup, Karamellsirup, Fruktose, Dextrose oder Rohrohrzucker). Es ist erschreckend, wie wir von der Zuckerindustrie und ihren Marionetten manipuliert werden und ich möchte das Thema ausführlich in meiner neuen Zuckerfrei-Artikelserie erläutern. Die Reihe wird wertvolle Informationen über die “Zuckerlüge” sowie viele praxiserprobte Tricks & Tipps gegen die Zuckersucht beinhalten.

Der Start in ein zuckerreduziertes oder zuckerfreies Leben kann ganz schön holprig sein, da man sich anfangs doch sehr eingeschränkt fühlt. Zucker steckt nun mal überall drin, ob in Brot, Müsli, Käse, Eis, Gewürze, Tomatensauce, Fleisch, Wurstaufschnitt, Joghurt oder Chips – die Liste ist endlos, ob BIO oder nicht. Eine Liste mit Nahrungsmitteln aufzuzählen, die keinen Zucker enthalten, wäre auf jeden Fall einfacher und wesentlich kürzer. Somit möchte ich heute mit meinen persönlichen Tricks & Tipps gegen Heißhunger auf Süßes beginnen und fünf ungewöhnliche Produkte und Nahrungsmittel vorstellen, die einem tagtäglich helfen können das Verlangen nach Süßen bzw. Süßigkeiten zu mindern oder im besten Falle zu stoppen.

Bereits 2017 habe ich in einem Artikel über zuckerfreie Snacks für Kleinkinder in einem kleinen Abschnitt über “Das Spiel mit dem Zucker und uns dummen Menschen” geschrieben und ich kann mein Lieblingszitat immer nur wiederholen:

“Wenn sich auch nur ein kleiner Teil dessen, was wir über die Auswirkungen von Zucker gesichert wissen, für irgendeinen anderern Nahrungsmittelzusatz stichhaltig nachweisen ließe, würde dieser Stoffe mit Sicherheit verboten werden.”

Quelle: Zucker, Zucker. Krank durch Fabrikzucker von Dr. med. M.O. Bruker, 1. Auflage 1991, S. 235

Tipp 1: Fenchelsamen kauen – der gesunde Kaugummi-Ersatz

Fenchelsamen gegen Hunger auf Süßes

In indischen Restaurants wird einem oftmals nach dem Essen ein kleines Schälchen hingestellt, was mit bunten kandierten Gewürzsamen gefüllt ist, die herrlich aromatisch schmecken und zugleich für frischen Atem und eine gute Verdauung sorgen. Bei den Körnern handelt es sich um Fenchelsamen, die in diesem Fall – was für eine Ironie – mit eingefärbten Zucker ummantelt sind. Bei einer Recherche für meine selbstgemachte Zahnpasta bin ich über eine Aussage von Hildegard von Bingen über Fenchelsamen gestolpert, die ich sehr interessant fand, da sie die Samen sogar als stimmungsaufhellend bezeichnet:

„Fenchel schadet roh gegessen einem Menschen nicht. Wie immer man ihn genießt, macht er den Menschen fröhlich, gibt ihm eine schöne Farbe, einen angenehmen Geruch und gute Verdauung.

Wer Fenchel oder dessen Frucht nüchtern täglich isst, dem mindert er böse Schleimstoffe und Fäulnisherde, vertilgt den üblen Geruch des Atems und macht seine Augen hell blinkend durch seine gute Wärme und edlen Kräfte […]“

(Zitat: Hildegard von Bingen)

Fenchelsamen als Kaugummi-Ersatz

Seit dem Tag steht auf meinem Schreibtisch ein kleines Gläschen mit Fenchelsamen gefüllt und ich nasche sie tagtäglich bei der Arbeit. Anfangs ist der süßlich würzige Anis-Geschmack ungewohnt, doch inzwischen sind Fenchelsamen für mich wie ein Kaugummi-Ersatz geworden und sie lenken durch das Kauen das Bedürfnis nach Süßem ab. Nebenbei sind Fenchelsamen wirklich gesund, helfen der Verdauung und gegen alle Magen-Darmleiden. Win-win-Situation.

Tipp 2: Soforthilfe – Bitterstoffe gegen Heißhunger-Attacken

Beim zweiten Tipp spielt erneut das Wissen von Hildegard von Bingen eine wichtige Rolle. Bitterstoffe stehen so gut wie gar nicht mehr auf unserem Speiseplan, durch die Industrialisierung sind sie fast komplett aus unserer modernen Ernährung verschwunden. Dabei haben uns Bitterstoffe seit Jahrhunderten genützt.

Bitterstoffe wirken auf den gesamten Organismus ein, unter anderem fördern sie den Verdauungsprozess und sorgen dafür, dass alle Nähr- und Vitalstoffe vom Körper optimal aufgenommen werden können. Folglich werden unsere Zellen perfekt versorgt. Bitterstoffe regen neben den Magensäften auch die Leber, die Galle und die Bauchspeicheldrüse an und sind als Appetitzügler und gegen Heißhungerattacken auf Süßes bekannt. Doch wie kann man am einfachsten bittere Kräuter zu sich nehmen, wenn man kein Kräuterexperte ist?

BitterLiebe: Bitterkräuter Tropfen im Test - Wirkung & Erfahrung

Von der Firma BitterLiebe durfte ich ein Exemplar ihrer Bitterstoffe Tropfen testen, dabei handelt es sich um ein kleines 50ml-Fläschchen mit natürlich enthaltenen Bitterstoffen aus 15 ausgewählten Naturkräuter (ohne Pestizide, Schwermetalle, Zusätze und vegan). Ähnlich wie Kräuterbitter bzw. Magenbitter, also Kräuterschnaps/-likör. Die Tropfen können durch eine praktische Pipette direkt auf die Zunge getröpfelt werden. BitterLiebe empfiehlt 3x täglich 25 Tropfen auf der Zunge zergehen zu lassen – nach Bedarf oder nach dem Essen.

Ich habe die Tropfen nun über mehrere Wochen getestet. Das kleine Fläschchen lässt sich überall mitnehmen, so kann man die Bitterstoffe auch unterwegs prima über die Pipette dosieren. Eine sehr interessante Aussage über Bitterstoffe lautet:

Je bitterer der Geschmack für Dich, desto schwächer sind Deine Bitter-Rezeptoren ausgeprägt. Nimm Bitterstoffe regelmäßig zu Dir und Du wirst Dich ganz schnell an den bitteren Geschmack gewöhnen und diesen lieben lernen.

(Quelle: BitterLiebe)

Dem kann ich vollkommen zustimmen! Bei den ersten Malen hat sich bei mir alles im Mund zusammengezogen, ich konnte die Bitterstoffe ohne Grimasse nicht auf der Zunge behalten. Zusätzlich brennt anfänglich auch der Alkohol auf der Zunge, doch das legt sich schnell bei täglicher Einnahme. Übrigens: Der enthaltene Alkohol ist wichtig, da er die Wirkstoffe aus den Kräutern extrahiert und die Tropfen haltbar macht. Mit der Einnahme einer halben Pipette nimmt man gerade mal ein Zehntel Gramm (0,1 g) reinen Alkohol zu sich, sogar ein Glas Apfelsaft enthält bereits 1 g reinen Alkohol.

BitterLiebe: Bitterkräuter Tropfen im Test - Wirkung & Erfahrung

Meine Erfahrungen mit Bitterstoffe Tropfen von BitterLiebe

Ich habe mit fünf Tröpfchen begonnen und mich langsam gesteigert. Inzwischen tröpfel ich bei jeder Anwendung so zwischen 8-12 Tropfen auf meine Zunge und zucke nicht mal mehr mit der Wimper. Die Tropfen sollte man paar Sekunden im Mund behalten, damit ein Teil über die Mundschleimhaut resorbiert wird. Ich nehme sie meist 2x täglich nach dem Essen zu mir oder auch nach Bedarf.

Tatsächlich merkte ich ganz schnell eine Wirkung, die Bitterstoffe tun meinem Bauch bzw. meiner Verdauung nach dem Essen unglaublich gut, sie helfen mir auch hervorragend gegen Blähungen (in meinem Fall bei Kohl- und Linsengerichte) und schließen bzw. runden das Essen ab. Darüber hinaus mindern sie bei mir Gelüste und das Verlangen zu Naschen, indem sie mir helfen darüber hinweg zu kommen. Genial! Ich würde die Bitterstoffe Tropfen uneingeschränkt weiterempfehlen und kann den überwiegend positiven Bewertungen nur zustimmen. Das Fläschchen hält meiner Meinung nach auch echt lange, ich habe nach täglicher Einnahme über Wochen immer noch mehr als die Hälfte übrig und werde sie mir auf jeden Fall nachkaufen.

Falls du die Tropfen ausprobieren möchtest, kannst du mit folgendem Gutschein praktische 10% auf deine nächste Bestellung im BitterLiebe-Shop sparen:

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Zusätzlich habe ich zur Desensibilisierung gegenüber Bitterstoffe angefangen mehrmals die Woche Bitterstoffe Kräutertee zu trinken. Ich mische ihn im Verhältnis 1:3 mit meinem Lieblingstee. Mein Partner trinkt ihn sogar pur. Alles eine Gewohnheitssache!

Tipp 3: Falls doch mal süß, dann Yacon-Sirup

Ich süße – falls nötig – mit gesünderen Zuckeralternativen, die einen niedrigen glykämischen Index besitzen und somit den Blutzuckerspiegel nicht rapide, sondern langsam und gleichmäßig ansteigen lassen. So ist man länger gesättigt und es entstehen weniger verhängnisvolle Zuckerhochs bzw. -tiefs. Auf das Thema werde ich noch mal genauer eingehen, weil Zuckeralternativen zwar eine gesündere Wahl darstellen, aber es ist so: Der Körper braucht keinen Zucker, egal in welcher Form! Süßes macht “abhängig” und kann einem ganz schnell wieder in die Zuckerfalle zurückbefördern. Dennoch… mein Geheimtipp zum Süßen ist und bleibt der eher unbekannte Yacon Sirup.

Yacon Sirup Nährwerte - Tipp gegen Heißhunger auf Süßes

Yacon Sirup wird aus der Knolle der Yaconpflanze gewonnen, die in den Anden Südamerikas wächst. Die Knolle ist besonders interessant, da sie einen sehr hohen Gehalt an Fructooligosaccharid (FOS) besitzt. FOS dienen im menschlichen Darm den gesunden Darmbakterien als Nahrung, sie zählen zu den unverdaulichen bzw. löslichen Ballaststoffen und wirken präbiotisch. Für schädliche Bakterien sind sie daher unverdaulich. Aufgrund dessen vermehren sie die gesunden Bakterien, was sich förderlich auf die Darmgesundheit auswirkt. Zucker und auch Fruchtdicksäfte sind für das Gegenteil bekannt und schädigen unsere Darmflora. FOS und somit auch Yacon Sirup ist im Vergleich zu anderen Süßungsmitteln kalorienarm und weist dennoch eine relativ hohe Süßkraft auf. Yacon Sirup schmeckt leicht malzig, so ein bisschen wie Zuckerrübensirup, nur ohne den metallischen Beigeschmack.

Yacon Sirup: Gesündester Zuckerersatz

Der glykämische Index bei Yacon Sirup fällt sehr gering aus und beeinflusst demzufolge nicht den Blutzuckerspiegel – optimal auch für Diabetiker. Bei einer Studie aus dem Jahr 2009 mit übergewichtigen Frauen wirkte sich die tägliche Einnahme von Yacon positiv auf die Fettleibigkeit und die Insulinresistenz aus. Yacon Sirup erhöhte das Sättigungsgefühl, was zur einer signifikanten Abnahme des Körpergewichts führte. Die Nüchterninsulinwerte sanken um 42 Prozent, die Insulinresistenz der Zellen reduzierte sich um 67 Prozent, auch die zuvor hohen Cholesterinwerte nahmen um 29 Prozent ab. Sehr beeindruckend!

Ich greife zum Süßen von Kokosjoghurt, Kakao oder Salatdressing liebend gern auf Yacon Sirup zurück. Er ist natürlich, glutenfreikalorienarm, beeinflusst den Blutzuckerspiegel nicht (mindert somit Heißhunger) und wirkt sich zugleich positiv auf die Darmgesundheit aus. Welche Zuckerart kann da noch mithalten?

Leider ist Yacon Sirup nicht besonders günstig, aber da ich sparsam damit umgehe, hält sich ein Glas ca. zwei Monate. Bisher kaufte ich ihn nur im Glas ein, meist von hier oder falls er dort mal wieder ausverkauft ist, dann von hier (bisher die günstigsten Anbieter, die ich entdecken konnte). Früher gab es ihn auch im nu3-Shop im Glas in guter Qualität, inzwischen leider nur noch in Plastikdose.

Tipp 4: Bonbons mit Xylit – gesund naschen

Gesunde Bonbons mit Xylit selber machen - Tipps gegen Heißhunger auf Süßes #zuckerfrei

Falls ich doch mal was Naschen möchte und eigentlich nicht so recht weiß was, lutsche ich einfach 2-3 meiner selbstgemachten Bonbons ohne Zucker. Sie bestehen aus nur drei Zutaten, sind sehr einfach herzustellen und der gesunde Bonbon-Ersatz für Zwischendurch.

Meine Tochter nascht sie unglaublich gerne und aufgrund der karieshemmenden Wirkung des Xylits sind sie auch wunderbar für nach dem Essen geeignet. Ausprobieren!

Schnell und einfach gesunde Fruchtbonbons selber machen

Tipp 5: Guarana – Koffein-Power nutzen

Guarana Pulver als Wachmacher und Appetitzügler

Ich trinke keinen Kaffee und bin immer auf der Suche nach guten Kaffee-Alternativen. So bin ich damals für ein Rezept über Guarana Pulver gestolpert und tatsächlich ist Guarana immer noch mein heiliger Gral bei Heißhunger auf Süßes, was durch ein Motivationstief ausgelöst wird (“keine Lust auf Nichts, was mache ich jetzt… wie wäre es mit was Süßem?”). Doch vorab, was ist Guarana eigentlich? Ich zitiere mich einfach mal selbst:

Guarana ist eine südamerikanische Kletterpflanze mit roten Kapselfrüchten aus dem Amazonasgebiet. […] Diese Samen sind stark koffeinhaltig (höhere Konzentration als Kaffee), schmecken intensiv herb und werden getrocknet zu Pulver gemahlen. Durch die enthaltenen Gerbstoffe tritt die Wirkung des Koffeins verzögert und ausdauernd ein.

Guarana hat antibakterielle Eigenschaften und die antioxidative Wirkung soll der Zellalterung entgegenwirken. Nach der Einnahme verbessert sich die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit, zudem werden Guarana appetitzügelnde und sogar euphorisierende Eigenschaften nachgesagt.

(Quelle: Gesunde Kaffee-Alternativen im Test – Rezept für Energy Drink selber machen)

Ich nutze Guarana in meinem selbstgemachten Energy Drink oder Kakao (250 ml Nussmilch, 2 TL Rohkost-Kakaopulver, 3 TL Yacon Sirup und 1/2-1 TL Guarana Pulver). Die Wirkung ist bei mir fantastisch, die Lustlosigkeit, mein Appetit und somit auch mein Heißhunger verschwindet durch die anregende koffeinhaltige Wirkung.

5 außergewöhnliche und erprobte Tricks & Tipps gegen Heißhunger auf Süßes | Leben ohne Zucker #zuckerfrei #naschen #projekt #erfahrung #kinder
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2 Comments

  1. Toller Artikel! Das mit den Fenchelsamen und auch die Bittertropfen werde ich einmal ausprobieren. Klingt super interessant!

    1. Hallo Sophia,
      vielen Dank für dein positives Feedback! 🙂 Während ich dir antworte, kaue ich gerade auf einem Fenchelsamen. 😀 Viel Spaß beim Testen!
      Liebe Grüße

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