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Ein neuer und aufschlussreicher Teil meiner zuckerfrei-Reihe. Diesmal werde ich das Thema beleuchten, warum wir überhaupt süchtig nach Zucker sind und wieso wir zuckerhaltigen Produkten wie Süßigkeiten nur schwer widerstehen können.

Artikel-Serie Zuckerfreiheit

Es beginnt mit der Untersuchung, warum Zucker uns schmeckt, wie die Lebensmittelindustrie das für sich ausnutzt, was der Verzehr von Zucker in unserem Körper auslöst und warum das süße Gift wie eine Droge auf unseren Verstand wirkt.

Der zweite Abschnitt zählt eindeutige wissenschaftliche Beweise auf, warum Zucker für Mensch und Tier schädlich ist.

Der letzte Teil klärt die Frage, wie man überhaupt von Zucker loskommt und welche Vorteile eine zuckerarme bzw. zuckerfreie Ernährung bietet.

1. Verstehe, warum du so hungrig nach Zucker bist

Teufelskreis Zucker: Warum wir süchtig nach Zucker sind und wie wir die Zuckersucht überwinden & loswerden

Zucker ist ungesund, macht abhängig, verursacht Übergewicht und ist allseits bekannt schlecht für die Zähne. Weiß jeder, doch irgendwie auch nicht.

  • Wieso kann ich nicht aufhören Zucker zu essen, obwohl ich weiß wie schädlich er für meinen Körper ist?
  • Weshalb kann ich nicht auf die abendliche Tafel Schokolade oder Chipstüte verzichten, obwohl ich mich danach schlecht fühle?
  • Warum greife ich im Supermarkt immer wieder zu den gleichen Süßigkeiten, obwohl ich mich eigentlich gesünder ernähren möchte?

Man könnte sagen: Wir können nicht widerstehen, weil wir es nicht verstehen.

Bis jetzt. Zucker zu reduzieren oder komplett zu vermeiden bedeutet die eigene Komfortzone zu verlassen. Zuckerverzicht ist unbequem. Ich spreche aus langjähriger Erfahrung.

Sprüche wie “ich finde das wirklich beeindruckend, aber ich könnte das ja nicht” oder “ich esse halt gerne” sind ein Zeichen seine Überzeugungen und Glaubenssätze zu hinterfragen.

Bequemlichkeit hält uns klein. Wir wollen Veränderung, aber uns nicht verändern.

Fängst du an das perfide System der Lebensmittelindustrie zu verstehen und aus der Naivität, Passivität und Stumpfheit zu erwachen, dann musst du dich entscheiden: Schluckst du die rote oder die blaue Pille?

1.1 Wie alles begann: Die Praktiken der Lebensmittelindustrie

Ende der 1960er Jahre begann die Verbreitung von Zucker in der Nahrungsmittelindustrie, um Fette zu ersetzen und die Bitterkeit von Gemüse zu maskieren. Das hatte den einfachen Grund Lebensmittel schmackhafter zu machen.1

Wir Menschen handeln und denken leider sehr naiv, wenn es um das Thema Ernährung geht. Ich vermute, weil wir das Gesamtbild der Lebensmittelindustrie nicht (er-)kennen oder bisher gar nicht im Blick hatten.

Zuckersucht: Wie alles begann: Die Praktiken der Lebensmittelindustrie #zuckerfrei #erfahrung

Stark verarbeitete Lebensmittel, die einen Großteil jedes Supermarktes ausmachen, sind für den Verbraucher sehr praktisch und schmecken – man könnte sagen – unwiderstehlich. Eine Tüte Chips und eine Tafel Schokolade ist im Nu verschlungen, doch warum eigentlich?

Es ist nichts dem Zufall überlassen, es wird bei jedem Produkt präzise wissenschaftlich ermittelt, welche Zuckermenge hinzugefügt wird, um die höchsten Glückgefühle bzw. den erwünschten Dopaminanstieg beim Verzehr auszulösen. Das gilt auch für alle andere Zutaten. Darauf werde ich in den folgenden Abschnitten genauer eingehen.

Die Lebensmittelindustrie bzw. Lebensmittelkonzerne führen eine Langzeitstrategie aus, die an bestimmte Marktmechanismen gebunden ist.

Michael Moos erklärt in seinem Nr. 1 New York Times BestsellerSalt Sugar Fat: How the Food Giants Hooked Us” die perfiden Strategien und skrupellosen Geschäftsmethoden der Lebensmittelkonzerne. Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet! Inzwischen ist es auch auf Deutsch unter dem Namen “Das Salz-Zucker-Fett-Komplott: Wie die Lebensmittelkonzerne uns süchtig machen” erhältlich.

Das Salz-Zucker-Fett-Komplott: Wie die Lebensmittelkonzerne uns süchtig machen
  • 624 Seiten - 31.03.2014 (Veröffentlichungsdatum) - Ludwig Buchverlag (Herausgeber)

Letzte Aktualisierung am 29.11.2020 / Affiliate-Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

1.2 Warum Süßigkeiten gut schmecken – je unnatürlicher, umso höher die Suchtwirkung

Lebensmittel, die industriell verarbeitet sind, enthalten so gut wie immer Zusatz- und Aromastoffe. Sie sind von der Lebensmittelindustrie so designt, dass sie uns gut schmecken und leider nicht aufgrund von hochwertigen Zutaten. Meist gilt der Grundsatz “je chemischer die Zutaten, desto billiger der Preis und suchtfördernder die Wirkung“.

Der leckere Schokoriegel schmeckt so gut, weil Lebensmittel-Designer und ganze Forschungsteams genau an dieser Absicht jahrelang (!) im Labor gearbeitet haben. Möglichst viele Leute sollen das Produkt kaufen, darum werden günstige und gleichzeitig suchtfördernde Zutaten beigemischt, darunter zählen Zucker, Salze, künstliche Aromen, Geschmacksverstärker und Fette.

Warum Süßigkeiten gut schmecken - je unnatürlicher, umso höher die Suchtwirkung #zuckerfrei #zuckersucht #verlangen

Hierbei wird keine Rücksicht auf dessen schädliche Wirkung genommen, die Lebensmittelindustrie erzielt Profite auf Kosten der Gesundheit der Bevölkerung.

Die Nahrung wird hochgradig verarbeitet, in Form von hocherhitzt, homogenisiert, sterilisiert, frittiert, extrudiert, etc. – was dabei entsteht sind naturfremde Stoffe wie trans-Fettsäuren, die unsere Gefäße verstopfen und somit zur Arterienverkalkung führen.

Daraus resultieren Herzinfarkte und Schlaganfälle und man sollte sich dabei vor Augen halten, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache weltweit sind. Zucker ist hierbei einer der größten “Mittäter”.

Somit werden die Produkte nicht nur haltbarer, sehen appetitlicher aus und schmecken besser, zugleich werden auch alle Keime und Erreger vernichtet um einer Lebensmittelvergiftung entgegenzuwirken. Deswegen sind stark verarbeitete Lebensmittel häufig tote oder inhaltslose Nahrung, sprich kalorienreich und nährstoffarm.

Deinem Gaumen schmeckt es, während dein Körper leidet. Gewöhnlich nicht sofort, das wäre ja viel zu einfach.

1.3 Zucker ist schnelle Energie

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Beim Kauen gelangt als Allererstes der leichtverdauliche Zucker ins Blut. Egal ob wir jetzt ein Brötchen oder ein Stück Schokolade essen. Kohlenhydrate, wie Brot oder Nudeln, sind chemisch betrachtet nichts anderes als Zucker. Sie bestehen aus einem oder mehreren Zuckermolekülen.

Zucker verwandelt sich ohne viel Aufwand in Energie, d.h. es muss nicht erst groß aufgespaltet oder aufbereitet werden. Durch die Schleimhäute gelangt Zucker ins Blut, bevor es überhaupt den Magen und Darm erreicht.

Nach dem Verzehr von Zucker fühlen wir uns gut. Die Konzentrationsfähigkeit steigt, die Anspannung bzw. Nervosität lässt nach und für eine kurze Zeit verbessert sich unser Wohlbefinden. Warum das so ist, dazu kommen wir gleich.

1.4 Der Teufelskreis – wenn der Zuckerstoffwechsel entgleist

Sobald wir Zucker sehen bzw. riechen, beispielweise als leckeres Stück Torte oder auch leichten Stress verspüren, schütten wir Insulin aus. Wir verspüren Hunger, weil wir unterzuckert sind.

Wir essen z.B. eine Tafel Schokolade, produzieren noch mehr Insulin (Blutzuckerspitze – kurze Befriedigung), anschließend fällt der Insulinspiegel wieder ab, sodass wir erneut Hunger haben und wieder zum Essen greifen. Das uns allbekannte Heißhunger-Phänomen und damit beginnt ein sinnloser Teufelskreis. Wir verlangen nach mehr Süßigkeiten bzw. Snacks.

Leider begünstigen die hohen Blutzuckerspitzen den Fettaufbau, was wiederum zur Entstehung von Übergewicht beiträgt.

Zu wenig Zucker im Blut verursacht nicht nur ein ständiges Hungergefühl, sondern uns allseits bekannte Symptome. Wir sind nervöser, leiden unter Konzentrationsproblemen, der Puls beschleunigt sind, wir haben Schweißausbrüche, es entstehen unerklärliche Angstsymptome – alles, was wiederum Stress auslöst.

Automatisch greifen wir zu irgendeiner Art Zucker, um uns besser zu fühlen.

Somit produziert unser Körper dauernd und massiv Insulin, sogar jahrzehntelang. Der stetig erhöhte Insulinspiegel wirkt entzündungsfördernd im Körper und kann im Laufe der Zeit zu chronischen Erkrankungen führen. Beispielweise Allergien, Übergewicht, Adipositas, Zahnschäden, Gicht, Atherosklerose, Rheuma, Haut- oder Darmerkrankungen.

Hinzukommend kann der erhöhte Insulinspiegel das Wachstum von hormonell bedingten Krebsarten fördern. Übrigens gehören Krebsleiden zu der zweithöchsten Todesursache weltweit.

Im späten Alter, meist so um das 50. Lebensjahr, können manche Körper nicht mehr und reagieren dagegen. Aus dem ständigen Unterzucker wird ein Überzucker, was jedermann als Diabetes bzw. Altersdiabetes (Typ-2-Diabetes) bekannt ist.

Zucker verursacht Zucker.

1.5 Dopamin-Kicks oder der wahre Grund, warum wir nicht aufhören können Zucker zu essen

Dopamin-Kicks oder der wahre Grund, warum wir nicht aufhören können Zucker zu essen #zuckersucht #zuckerfrei

Jetzt wird es richtig interessant. Wir gehen der Ursache der Zuckersucht auf den Grund.

Das Belohnungssystem im Gehirn verlangt und hungert förmlich nach dem Botenstoff Dopamin. Gemein und doch so raffiniert, weil es unbemerkt geschieht.

Deine zuckertriefenden Lieblingssüßigkeiten sind wie zuvor erläutert chemisch designt. Sie sollen gut schmecken und vor allem dein Gehirn mit Dopamin füttern, so löst der Verzehr wortwörtlich ein Glücksgefühl aus. Während wir essen sowie kurze Zeit danach fühlen wir uns entspannter und glücklicher.

Der Insulinspiegel steigt nach einer zucker- und kohlenhydratreichen Kost rasant an und setzt dabei noch mehr Dopamin im Gehirn frei.

Süßigkeiten sorgen für schnelle Dopamin-Kicks ohne viel Aufwand oder Leistung erbringen zu müssen und dein Belohnungszentrum dankt dir jedes Mal dafür. Insulin erhöht die Dopaminfreisetzung und wirkt zugleich in Gehirnzentren, die Belohnung sowie Motivation signalisieren.2

Das bedeutet, dass der industriell verarbeitete Einfachzucker, sprich weißer Zucker, und der isoliert zugesetzter Fruchtzucker, der den meisten Erfrischungsgetränken sowie Fruchtsäften beigesetzt wird, das gleiche Suchtpotential wie Kokain oder Heroin besitzt.

Eine beeindruckende Wirkung und es verdeutlicht die gefährliche Auswirkung von Zucker.

Aus dem Verlangen nach Zucker hat sich eine Gewohnheit entwickeln, die unbemerkt zur Sucht wurde und ohne es überhaupt wirklich zu verstehen, sitzen wir in der (Zucker-)Falle.

Unser Gehirn ist abhängig.

2. Fakten, warum Zucker schädlich ist

Fakten, Studie, Symptome & Ursache, warum Zucker schädlich und gefährlich ist #zuckersucht #entzug

Harte Worte, jetzt folgen noch härtere Fakten.

Die wissenschaftlichen Fachzeitschrift “Neuroscience & Biobehavioral Reviews” für Verhaltensneurowissenschaften hat 2019 einen bemerkenswerten Artikel namens “Der Einfluss des Zuckerkonsums auf stressbedingte, emotionale und süchtig machende Verhaltensweisenveröffentlicht.3

In dieser umfassenden Übersicht wurden über 300 Studien analysiert, in denen die Wechselwirkung zwischen Zuckerkonsum, Stress und Emotionen untersucht wurden. Alle Forschungsergebnisse sollten zusammengefasst werden, die nach dem Verzehr von Zucker Veränderungen an der neurobiologischen Gehirnfunktion umfassen, d.h. die Einfluss auf die emotionalen Zustände und nachfolgenden Verhaltensweisen nehmen.

Die Ergebnisse sind oft “vorsichtig” formuliert, jedoch gibt es eindrucksvolle und wissenschaftlich belegte Beweise über die negativen Auswirkungen von Saccharose.

Einige Highlights des Artikels:

  • Intensive Süße übertrifft die Belohnung von Kokain: Eine intensive Süße kann sogar die Belohnung bzw. das Suchtpotential für Kokain übertreffen, selbst bei drogensensibilisierten und süchtigen Personen.4 Die neurobiologischen Wege der Drogen- und Zuckersucht umfassen ähnliche neurale Rezeptoren, Neurotransmitter und hedonische Regionen im Gehirn.5
  • Der einfache Zugang zur zuckerreichen Ernährung, wie sie heutzutage bei uns verbreitet ist, leistet einen großen Beitrag zur Fettleibigkeit. Zucker erzeugt ein übernormales neurologisches Belohnungssignal im Gehirn, was die Selbstkontrollmechanismen außer Kraft setzen. Das erhöht das Suchtpotential und auch die Impulsivität zum Essen.4
  • Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind mit einem erhöhten Konsum von Fast Food und Süßgetränken bei jungen Frauen verbunden.6 Der gesteigerte Konsum von schmackhaften fett- und zuckerreichen Nahrungsmitteln kann das Gefühl von Verzweiflung durch die Dopaminfreisetzung abschwächen.7 Es liegt nahe, dass zur Bewältigung des täglichen Stresses eine Selbstmedikation an zuckerangereicherten Nahrungsmitteln verwendet wird.
  • Der Konsum von Saccharose oder Süßstoff bewirkte in Tierversuchen negative Auswirkungen auf Kognition, Emotion und Stress. Auch Tiere werden süchtig nach Zucker, was wiederum bei ihnen emotionale Störungen verursachte. (Die größten und bekanntesten Tierfuttermarken fügen dem Nass- und Trockenfutter oft Zucker hinzu. Wer Haustiere hält, sollte auf jeden Fall ausführlich die Zutatenliste seines Tierfutters studieren.)
  • Eine zuckerbelastete Ernährung wurde mit kognitiven Beeinträchtigungen, negativer Neuroplastizität und emotionalen Störungen wie Angstzuständen und Depressionen in Verbindung gebracht.
  • Negative Emotionen können den Zuckerüberkonsum verschlimmern, umgekehrt genauso. Inzwischen sind negative Emotionen sowie der Zuckerverzehr bei unseren Kindern sehr verbreitet, so kann der Konsum von Zucker als Bedrohung für die emotionale Stabilität der menschlichen Rasse in Betracht gezogen werden.
  • Die Reduzierung des Zuckerüberkonsums kann die Prävalenz negativer Emotionen bei einer Vielzahl von Menschen auf der ganzen Welt erheblich mildern.

Ein Stoff mit einer solchen Auswirkung dürfte nicht als harmlos bezeichnet werden. Die Zuckerlobby weiß das, die Wissenschaft weiß das. Es wird nichts verheimlicht, nur die Wahrheit wird verdreht.

3. Wie komme ich vom Zucker los?

Zuckersucht bekämpfen, loswerden, beenden, besiegen oder überwinden #zuckerfrei #therapie #erfahrung

Die Zucker- bzw. Lebensmittelindustrie ist wortwörtlich raffiniert. Damit wir Menschen weiter konsumieren, wirbt sie mit zuckerarmen, zuckerreduzierten oder zuckerfreien Produkten. Eine Zutat geht zurück, eine andere wird hinzugefügt.

Ohne Zucker, Salz und Fett könnte die Industrie nicht weiter existieren und wären wir nicht davon abhängig, könnten sie ihre Produkte nicht weiter verkaufen.

Wer auf Zucker verzichten möchte, muss seine Komfortzone verlassen. Und das bedeutet Arbeit. Veränderung ist immer mit Arbeit verbunden und wir wollen uns ungern verändern, weil wir bequem geworden sind.

Doch keine Sorge, es ist alles nur Übung. Wie Laufen lernen. Wir dürfen hinfallen, Hauptsache wird stehen wieder auf.

3.1 Ich bin nicht süchtig nach Zucker, mir schmeckt’s halt gut

Ein einfacher Test untermauert unsere Abhängigkeit und suchtartiges Verhalten nach Industriezucker: Versuche Zucker für mehrere Tage oder sogar eine ganze Woche aus deiner Ernährung zu streichen. Macht dich der Gedanke daran bereits kribbelig?

Den meisten Menschen fällt es unglaublich schwer für ein paar Tage auf Zucker zu verzichten, nicht weil sie nicht wollen, sondern weil sich der Körper dagegen wehrt.

Die Gedanken drehen sich bei Zuckerentzug plötzlich nur noch ums Essen und der Körper bzw. dein Gehirn will vor allem nur Eines:

Seine Dopamin-Belohnung und zwar sofort!

3.2 Den Konsum verstehen & hinterfragen – die Zuckersucht überwinden

Macht Zucker süchtig? Den Konsum verstehen & hinterfragen #wissenschaft #zuckerfrei

Die wahre Problematik ist die, dass der Konsum von Zucker gesellschaftlich anerkannt ist. Wir beschenken uns gegenseitig mit Süßigkeiten, ob wir zwei Jahre oder 60 Jahre alt werden, weil wir es so gelernt haben.

Wir feiern und belohnen uns mit Süßigkeiten, wir beruhigen unsere Kinder mit Süßigkeiten. Wir essen Zucker, weil wir nicht mehr wissen, was wir mit unserem Leben anfangen sollen. Wir sind abends so müde und erschöpft, dass uns Zucker Trost spendet.

Es gibt keine Altersbeschränkung für Zucker. Ein bisschen Zucker schadet nicht, wir sind ja alle damit groß geworden. Bullshit.

Wenn wir Verständnis haben, warum Hunger verursacht wird und wir zugleich unser eigenes Verhalten beobachten, können wir aus unseren Gelüsten lernen und neue Entscheidungen treffen.

Dein Verstand kann neu konditioniert werden.

3.3 Was bringt es sich zuckerfrei & gesund zu ernähren?

Ein intuitives Essen ist nur ohne Zucker möglich. Man muss anders einkaufen, auf Fertigprodukte verzichten, da fast alles zugesetzten Zucker enthält. Saure Gurken, Senf, Mayonnaise, Tomatensauce, Wurstwaren, Müsli, Brotaufstriche… die Liste ist endlos, denn überall steckt Zucker drin.

Einer der größten Vorteile von gesunder und am besten natürlicher Ernährung aus wenig verarbeiteten und dafür nährstoffreichen Lebensmitteln mit geringem Zuckerkonsum ist, dass du weißt, welche Produkte dich triggern.

Gesunde Ernährung ohne Zucker #zuckerfrei

Seit über drei Jahren lebe ich zuckerfrei, d.h. ich verzichte auf Saccharose, also weißen Haushaltszucker. Ich verwende Zuckeralternativen, jedoch in einem geringen Ausmaß und beobachte meine Reaktion darauf.

Ich konsumiere ohne Suchtfaktor. Nach ein paar Bissen stoppe ich, weil mein Kopf und Körper auf Zucker nicht mehr negativ reagiert und kein weiteres Verlangen nach Süßem besteht. Die Umstellung hat sicherlich mehrere Monate gedauert, war aber leichter als gedacht.

Indem ich mich von konventionellen Supermärkten fernhielt und nur noch gezielt im Bio-Markt und frisch auf den Wochenmarkt einkaufte, war ich keinen (Werbe-)Reizen ausgesetzt, was mir enorm beim Zuckerverzicht half. Mein Verstand hat sich umprogrammiert.

Inzwischen wertschätze ich meinen Körper viel mehr und möchte ihm gute Nährstoffe geben, es ist kein Verlust oder eine Bestrafung, weil ich auf was verzichte. So wird es nämlich oft von anderen gesehen. Mein Körper verlangt nicht mehr danach! Ich bin nicht eifersüchtig auf fremdes Essen und muss auch keinen Ess-Reiz oder Ess-Neid unterdrücken.

Das ist ein neues Lebensgefühl, nicht von der Lebensmittelindustrie, von äußeren Reizen und Werbung fremdgesteuert zu werden!

Zuckersucht besiegen: Raus aus der Falle! Verstehe, warum du nach Zucker süchtig bist und dein Verlangen nach Süßes, Salziges & Süßigkeiten so stark ist und was es mit deinem Körper anstellt. Was kann man dagegen tun, hier findest du Hilfe & Tipps gegen Zuckersucht - zuckerfrei leben und werden. #heißhunger #loswerden #entzug #überwinden #gesundheit #ernährung #abnehmen
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3.4 Der Trick, um zuckerfrei zu leben: Mindset-Neukonditionierung

Der Trick, um zuckerfrei zu leben: Mindset-Neukonditionierung #zuckersucht #erfahrung #entzug

Der Trick, um zuckerfrei zu leben und die Zuckersucht zu überwinden, ist eigentlich ganz simpel:

Kenne die Zuckerindustrie, kenne die Alternativen und kenne Dich.

Dein Verstand muss neu konditioniert werden, damit wir der jahrelangen Gehirnwäsche der Lebensmittelindustrie, darunter fallen Ernährungsmythen sowie Werbung ausweichen können. Verstehe und hinterfrage warum du Hunger hast, treffe bewusste Entscheidungen über dein Essverhalten.

“Sie haben uns überzeugt, dass ein Vollkornmüsli, produziert in einer Fabrik, zuckerhaltig, voll mit Antinährstoffen und Schwermetallen, eingeschweißt in Plastik verpackt in einem Pappkarton, gesünder und nachhaltiger ist, als ein Ei von einem Vogel.” (Zitat: Fasten-Coach Dave)

Rückschläge sind normal. Noch mal: Rückschläge sind normal. Nimm deine besonderen Gelüste als Lernerfahrung wahr, anstatt dich mit negativen Emotionen zu bestrafen. Lerne auf deinen Körper zu hören, suche keine Ausreden oder Abkürzungen.

“Ich kann das nicht, ich bin einfach zu schwach, was soll das bringen, ich schaffe das sowieso nicht, alle anderen sind besser, ich bin nichts wert.”

Fürchte dich auch nicht vor deinen “Dämonen“, sondern lerne mit ihnen umzugehen. Tag für Tag. Anfangs braucht es tägliche Wiederholung, hilfreich ist ein wöchentliches und erreichbares Ziel vor Augen. Und Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung.

Verzichte, bis dein Kopf es nicht mehr will. Dazu muss es Klick im Gehirn machen, bis du verstehst, dass es deine Entscheidung ist. Dein Umfeld wird dich anfangs bestärken, doch sie werden dich nicht verstehen!

Entwickle einen Lifestyle, der zu deinem Alltag passt. Das wiederum führt zu einer neuen Routine, die dich weniger Energie zur Umsetzung deiner Pläne kostet.

3.5 Zuckeralternativen: Sinnvoll bei einer zuckerfreien oder zuckerarmen Ernährung?

Zuckeralternativen: Sinnvoll bei einer zuckerfreien oder zuckerarmen Ernährung? #gesundheit

Es gibt ein paar wenige Zuckeralternativen, die ich hin und wieder konsumiere. Habe ich tatsächlich mal Lust auf was Süßes oder meine Tochter möchte was Süßes knabbern, dann greife ich einfach auf eine gesündere Alternative zurück. Die gibt es immer, glaube mir, man muss sie nur kennen! Deswegen stelle ich vieles selbst her und finde es nicht aufwendig, sondern normal.

Zuckeralternativen gibt es genügend, aber sei bitte ehrlich zu dir. Nur weil ein Produkt mit zuckerfrei beworben wird, bedeutet es nicht, dass es gesund ist.

Wenn du dich bei gesunden Schokoladentafeln nicht zurückhalten kannst und du direkt nach dem Einkauf alle drei gekauften Tafeln hinunterschlingst oder täglich eine Flasche deines liebsten Erfrischungsgetränks konsumierst, das ja nur mit natürlichem und rohem Agavendicksaft gesüßt ist, dann streiche die Zuckeralternative oder das Produkt von deiner Liste. Weg damit!

Du kannst dich bei Trockenfrüchte nicht zurückhalten? Weg damit. Du kriegst nach dem Konsum von dattelgesüßten Rohkost-Riegeln Heißhunger? Weg damit!

Mich triggert zum Beispiel Müsli. Haferflocken zum Frühstück lösen bei mir eine Stunde später enorme und unnatürliche Gelüste auf Kohlenhydrate aus, obwohl ich gar keinen Hunger verspüre. Also gibt es für mich kein Müsli mehr am Morgen. Das war damals ein wichtiger Lernprozess für mich.

Ausnahmen sind Ausnahmen – und sollten auch Ausnahmen bleiben, sonst hast du ein Problem!

Gibt deinem Geschmackssinn Zeit sich an das Neue zu gewöhnen. Und vergleiche nicht! Der größte Fehler ist, dass man die gesündere Alternative mit seiner alten Lieblingssüßigkeit oder einem Fertigprodukt vergleicht. Das funktioniert nie.

Es gibt die Faustregel, dass man mindestens 30 Tage lang braucht, um seine Gewohnheiten zu ändern. So ist es auch mit deinem Geschmackssinn und Gehirn, beide müssen sich an das Neue gewöhnen.

Jedes ungesunde Produkt kann durch eine andere und zugleich gesündere Version ersetzt werden. Alles kann ersetzt werden, man braucht nur Zeit sich daran zu gewöhnen. Also nimm und gib dir Zeit.

3.6 Wie und wo fange ich an? Tipps für ein zuckerfreies Leben

Hilfe bei Zuckersucht: Erfahrungen, Tipps und Tricks für ein zuckerfreies Lebe. Wie und wo fange ich an?

Das Thema gesunde Ernährung ist oftmals in unserem Kopf mit Verzicht und mitunter mit Stress verbunden. Veränderung bedeutet wie gesagt Arbeit. Der Beginn kann leicht sein, doch es scheitert oftmals am Durchhaltevermögen und an Disziplin, bis das Neue zu einer normalen und täglichen Routine wird.

Wie gesagt: Zum Loswerden und Beenden der Zuckersucht muss dein Verstand neu konditioniert werden! Du musst deinen Hunger verstehen, hinterfragen und täglich bewusste Entscheidungen treffen.

Am einfachsten ist es, indem du dich informierst. Wie heißt es so schön? Wissen ist Macht, obwohl mir das Wort “Macht” nicht gefällt, im Englischen wird das Wort “Power” verwendet (“knowledge is power”), was zutreffender ist.

Mein Klickmoment war, als ich das Buch “Zucker, Zucker – Krank durch Fabrikzucker” von Dr. med. M.O. Bruker las und verstand, was Zucker mit meinem Körper anstellte. Ich war wirklich verärgert über die Zuckerlüge, weil ich wusste, wie sehr mein Körper nach Zucker hungerte und entschloss von einem zum anderen Tag auf weißen Zucker zu verzichten.

Mein extremer Entzug kann sich für den ein oder anderen radikal anhören, doch das Wissen über die Suchtwirkung von Zucker hat mich täglich bestärkt und je mehr ich recherchierte, umso klarer wurde mich, was ich für mich wollte: Einen suchtfreien Verstand und Körper. Das war mein oberstes Ziel und motiviert mich bis heute!

Zum Ende meine persönlichen Lese- und Video-Tipps, die mich zu einer gesunden, natürlichen und zuckerfreien bzw. zuckerarmen Ernährung brachten.

📚 Die besten Buch-Empfehlungen zum Überwinden & Besiegen der Zuckersucht

Es gibt sehr viele lehrreiche Bücher, die sich wissenschaftlich mit dem Thema Ernährung befassen. Jedes hier empfohlene Buch ist meiner Meinung nach Gold wert und rückt das Thema Ernährung in ein ganz anderes Licht.

Letzte Aktualisierung am 29.11.2020 / Affiliate-Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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📹 Coaching- & Video-Empfehlungen für eine zuckerfreie Ernährung

Wer eine professionelle Anleitung sucht, um Schritt für Schritt aus dem Sucht- bzw. Hamsterrad auszubrechen, dem kann ich das Online Coaching MAXIMUMPRINZIP von Coach Cecil ans Herz legen. Das ist eine persönliche Empfehlung. Es ist bisher das einzige Online Coaching, was ich zum Thema Ernährung sowie Fitness empfehlen würde – keine bezahlte Werbung.

Bei diesem Online Coaching handelt es sich um einen achtwöchigen Kurs mit sehr vielen aufschlussreichen und verständlichen Videos. Es beinhaltet Trainingspläne, Ernährungspläne (auch für Veganer), Kochvideos, Rezepte, Ernährungsberatung, Trainingstechniken, Muskelaufbau oder Fettabbau, Übungsanleitung, Beratung zu Nahrungsergänzungen und vieles mehr. Es geht vor allem auch darum, wie man den Körper gezielt und für immer von Süchten befreit und den Verstand neu konditioniert.

Coach Cecil führt einen inzwischen sehr erfolgreichen YouTube sowie Instagram Kanal und er ist meiner Meinung nach ein fantastischer Motivation & Life Coach, der nicht andere Wahrheiten einfach nachplappert, sondern recherchiert, mitdenkt, ausprobiert und auch seine Visionen umsetzt.

Ich verfolge Cecil schon seit Jahren über seine Kanäle und mag seine authentische Art sehr gerne, er ist kein gewöhnlicher “Coach”, das wirst du schnell merken.

Schau dir seine Videos über die Gefahr von Zucker an:

Wirksam deine Zuckersucht überwinden: Effektive Tipps, Tricks und Hilfe bei Zuckerentzug. Endlich verstehen, warum dein Körper nach Zucker süchtig ist und warum du Heißhunger hast! Das Verlangen nach Süßes & Süßigkeiten wie Schokolade und Chips besiegen und loswerden - zuckerfrei leben und werden. #essen #stoppen #sucht #abends #vermeiden #symptome #gesundheit
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Quellenverzeichnis
  1. Appetite, 2018, Ausgabe 126, Seite 90-101: “Mary Poppins was right: Adding small amounts of sugar or salt reduces the bitterness of vegetables[]
  2. Nature Communications, 2015, Artikel Nr. 8543: “Insulin enhances striatal dopamine release by activating cholinergic interneurons and thereby signals reward[]
  3. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 2019, Ausgabe 103, Seite 178-199: The impact of sugar consumption on stress driven, emotional and addictive behaviors[]
  4. PLoS One, 2007, research article: Intense Sweetness Surpasses Cocaine Reward[][]
  5. Journal of Psychoactive Drugs, 2010, Ausgabe 42, Seite 147-151: Sweet Preference, Sugar Addiction and the Familial History of Alcohol Dependence: Shared Neural Pathways and Genes[]
  6. Journal of Women’s Health, 2011, Ausgabe 20, Nr. 8: The Association of Posttraumatic Stress Disorder with Fast Food and Soda Consumption and Unhealthy Weight Loss Behaviors Among Young Women[]
  7. JAMA Psychiatry, 2014, 71(11), 1271-1278: Posttraumatic Stress Disorder Symptoms and Food Addiction in Women by Timing and Type of Trauma Exposure[]

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