Seit dem letzten Babyupdate sind 8 Monate vergangen. Inzwischen ist die Kleine, mit ihren 16 Monaten, zu einem Kleinkind herangewachsen. Unfassbar. Sie spricht die ersten Worte, gibt Dinge nur noch ungern aus der Hand, helfen ist nicht mehr erwünscht und sie schüttelt vehement den Kopf, wenn man sie um was bittet. Nein, nein, nein… ihre Lieblingsgeste.

Die Entwicklung zum Kleinkind – laut, lauter, Wutanfall

Mit 11 Monaten hat sie laufen gelernt und diese Phase war super anstrengend, weil man höllisch aufpassen musste, dass sie nicht ständig stolpert, hinfällt und sich im schlimmsten Fall dabei noch verletzt. Inzwischen mit 16 Monaten rennt sie natürlich sicher durch die Wohnung und nichts ist mehr vor ihr sicher. Sie klettert auf Stühle und Tische und bekommt Deckel und Verschlüsse problemlos auf. Jetzt fällt einem der Unterschied zwischen Baby und Kleinkind erst richtig auf. Glücklicherweise sind inzwischen viele Sachen uninteressant geworden, wie beispielsweise Blumentöpfe und die klassische Faszination an Blumenerde. Allerdings ist die Akkulaufzeit von Kindern wahrlich beeindruckend.

Inzwischen hat sie einen eigenen Willen entwickelt! Das Ego hat sich eingeschaltet und somit hat sich mein Stress-Level um einiges erhöht. Ja, man nimmt sich vor immer ruhig und gelassen zu bleiben… aber seien wir ehrlich, man möchte es so gern, aber wie oft zählt man innerlich bis 10 und gibt dann doch nach, sonst folgen inzwischen beeindruckende Wut- und Weinanfälle. Sie will alles haben, was ich habe und ich versuche sie so gut es geht in mein Tagesablauf zu integrieren. Sie hilft mir die Geschirrspülmaschine auszuräumen, sie räumt die Waschmaschine ein, sie hilft mir die Wäsche aufzuhängen, sie hilft mir beim Zubereiten meiner Smoothies, sie kocht mit mir, … jedoch ändert sich momentan ihre Stimmung binnen weniger Sekunden. Ich putze mir meine Zähne, sie will natürlich meine Zahnbürste haben… ich gebe sie ihr nicht… Wutanfall! Ich möchte ihr ihre Socken anziehen… nein, Madame hat keine Lust… es wird lauthals geschimpft! Ich verlasse den Raum… nein, Mami, bleib da… Schreianfall! Ich trinke ein koffeinhaltiges Getränk (Mate-Tee), sie will natürlich auch probieren, ich verneine… Heulattacke!  Inzwischen kann ich Süßigkeiten & Co. nur noch heimlich konsumieren, also abends, wenn sie schläft, aber ich glaube das kennen die meisten Mütter nur zu Gute.

Das Spannendste ist natürlich das neue Sprachverständnis. Wenn ich sie zum Beispiel frage, wo ihre Wasserflasche ist, bringt sie sie mir oder zeigt auf sie. Sie kann inzwischen viele Wörter unterscheiden und sie beteiligt sich aktiv beim Lesen von Büchern, indem sie auf die Begriffe zeigt oder auch wissen möchte, was das ist. Sie kann Körperteile zuordnen (wo ist deine Nase, dein Bauch, …). Sie liebt abgöttisch alle Arten von Vögeln. Und Hunde. Ach, eigentlich alle Tiere. Sind wir draußen unterwegs und sie sieht einen Vogel am Himmel (oder auch Zuhause am Fenster), dann ruft sie laut „dei dei dei“. Sieht sie einen Hund, dann bellt sie vor Freude wie verrückt. Ihr erstes Wort war „Ball“ und das ist bisher ihr absolutes Lieblingsspielzeug. Bälle in allen Formen – auch Ballons sind heiß begehrt. Sie liebt feinmotorische Übungen, fädelt gerne Sachen auf/ein oder wirft zum Beispiel alle Stifte, die sie findet in Wasserflaschen hinein, wenn man eine Sekunde mal nicht hinguckt. Sie gibt gerne Küsschen, winkt zum Abschied oder wirft Luftküsschen zu. Sie plappert den ganzen Tag vor sich hin und beobachtet alles ganz genau, nur um es später exakt zu imitieren.

Aufregend, aber auch so furchtbar anstrengend. Die Zeit für mich bleibt auf der Strecke. Sie hängt sehr an meinem Rockzipfel, obwohl sie ihren Papa abgöttisch liebt. Trotz allem gibt es immer das größte Abschieds-Theater, wenn ich mal das Haus ohne sie verlasse.

Babyupdate 16 Monaten auf Taubenjagd

Essen und Stillen – die Milchbar bleibt geöffnet

Sie isst gerne und alles vom Tisch mit, was auch wir essen. Gemüse und Obst mag sie sehr gerne, ich denke, weil wir uns hauptsächlich vollwert ernähren. Kinder schauen sich alles ab. Herzhaftes mag sie aber lieber wie süßes. An manchen Tagen isst sie riesige Portionen, dann plötzlich wieder weniger und sie will wieder mehr gestillt werden. Ja, ich stille noch, bisher scheint ein Abstillen ihrerseits nicht erwünscht zu sein und das akzeptiere ich auch – obwohl es manchmal sehr anstrengend und an manchen Tagen auch nervig sein kann.

Es wird ja sogar empfohlen, dass Kind bis zum 2. Lebensjahr (oder länger) zu stillen bzw. mit Milch zu versorgen, deswegen wundert es mich enorm, dass man gleich als „Langzeitstiller“ eingeordnet wird, wenn man mit anderen Muttis darüber spricht. Hier ein Auszug aus den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Thema Stillen:

[…] Introduction of nutritionally-adequate and safe complementary (solid) foods at 6 months together with continued breastfeeding up to 2 years of age or beyond.

[…] Breast-milk is also an important source of energy and nutrients in children aged 6–23 months. It can provide half or more of a child’s energy needs between the ages of 6 and 12 months, and one third of energy needs between 12 and 24 months. Breast-milk is also a critical source of energy and nutrients during illness, and reduces mortality among children who are malnourished. […]

(Quelle: World Health Organization (WHO): Infant and young child feeding, last Update: September 2016)

Ich will ein natürliches Abstillen erzielen, das heißt, sie soll selbst entscheiden, wann sie genug hat und keine Muttermilch mehr benötigt. Inzwischen bekomme ich aber den Eindruck, dass sie nie, nie, niemals freiwillig damit aufhören wird. Warten wir mal noch paar Monate ab und… beten hoffen.

Und, schläft sie schon durch?

Zuallererst…. die ersten vier Backenzähne sind durch- inzwischen bricht sogar gerade der 13. und 14. Eckzahn durch. Halleluja, waren das zwei anstrengende Monate. Ich dachte, sie wird nie wieder länger als 2-3 Stunden am Stück schlafen können. Die Phase kam natürlich gerade richtig, da ich mich am Ende meines Studiums befand und abends oder eher nachts an meiner Thesis schrieb. Ich litt in dieser Zeit enorm unter Schlafmangel/-entzug. Am Tag der Abgabe schlief sie acht Stunden am Stück durch. Das verdient ein zweites Hallelujah! Dennoch… sie schläft zwar definitiv länger an einem Stück, kommt aber immer noch ca. 1-3x die Nacht und will gestillt oder getröstet werden. Sie schläft auch viel besser, seit sie alleine in ihrem Zimmer schläft. Sie ist und war leider noch nie ein Kuschelbaby, nachts mag sie keinen engen Körperkontakt, außer sie ist krank! Trotzdem haben wir neben ihrem Bettchen noch ein zweites (Erwachsenen-)Bett stehen, da es sich für mich meist morgens nicht mehr lohnt wieder zurück ins Schlafzimmer zu gehen, da sie nach der morgigen Stillrunde nur noch kurz weiterdöst.

Mittagsschlaf ist auch ganz wichtig. Sie schläft meist 1-3 Stunden, das schwankt je nach Tagesform und sie geht abends spätestens um 21 Uhr ins Bett. Ein Tagesrhythmus haben wir und den halte ich bisher auch streng ein, sonst gibt es nur viel Geschrei. Jedoch kann sich das manchmal ganz schnell ändern. Plötzlich will sie mittags im Arm schlafen und lässt nicht ablegen. Drei Tage später ist alles wieder normal und sie macht wieder in ihrem Bettchen Mittagsschlaf.

Und dann ist da ja noch das alleine Einschlafen… bisher sind wir oder eher sie dabei nicht sehr erfolgreich. Meist wird sie noch in Schlaf gestillt, außer im Auto oder draußen auf dem Arm/im Kinderwagen, da kann sie problemlos alleine einschlafen. Glücklicherweise findet sie immer öfters alleine wieder in den Schlaf zurück, wenn sie nachts wach wird. Es ist anstrengend, aber man kann es ja nicht erzwingen. Das hängt alles mit der Hirnreife des Kindes zusammen, wenn es soweit ist, dann wird sie und besonders jetzt als Kleinkind von alleine in ihrem Bettchen einschlafen können. Den Tag werde ich noch mehr feiern wie ihren Geburtstag!

Was ist mir Sport und wie steht’s um meinen After-Baby-Body?

Sport bleibt derzeit gerade auf der Strecke liegen, da ich eine Blockade im Iliosakralgelenk habe (schon seit Jahren, wurde aber nie richtig diagnostiziert). Wird aber gerade „behoben“ und danach geht es weiter mit meinen geliebten Yoga-Sessions. Mein Gewicht liegt wie zuvor auch bei 60 kg, mal mehr, mal weniger. Ich bin mehr dünn als trainiert – that’s the truth.

Die letzten Babyupdates
Die ersten zwei Monate mit Baby und Geburtsbericht kann man hier nachlesen.
Das Update zum 8. Monat gibt es hier.

 

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